Antworten auf die Quizfragen zum Beitrag von Schmal/Schröder

 

 

Antwort auf Frage 2

Im Rahmen der objektiven Zurechnung wird danach gefragt, ob der tatbestandliche Erfolg in den Verantwortungsbereich des Täters fällt. Dies ist der Fall, wenn er als sein Werk erscheint und nicht als Werk eines Dritten oder des Zufalls. Für eine objektive Zurechnung muss der Täter im ersten Schritt eine rechtlich relevante Gefahr geschaffen haben. Anschließend muss sich diese Gefahr im tatbestandmäßigen Erfolg realisiert haben. Damit geht die objektive Zurechnung über das Erfordernis der Kausalität hinaus. Dies ist notwendig, da die Kausalität nur eine geringe Filterfunktion hat. Dies lässt sich anhand des folgenden Schulbeispiels illustrieren: Mutter M hat einen Sohn S. S begeht eine Körperverletzung. M hat den S gezeugt und geboren. Diese Handlung der S kann nicht hinweggedacht werden, ohne dass die Körperverletzung entfiele. M ist damit kausal für die von S begangene Körperverletzung. Allerdings hat M keine rechtlich relevante Gefahr geschaffen. Vielmehr erscheint die Körperverletzung als Werk des S, er allein ist für seine Handlung verantwortlich. Eine objektive Zurechnung an M scheidet aus.

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