Antworten auf die Quizfragen zum Beitrag Haase/Hirsch

 

 

Antwort auf Frage 2

Abzugrenzen ist die Vermögensverfügung von der Wegnahme. Eine Wegnahme fordert den Bruch fremden Gewahrsams während für eine Vermögensverfügung die Freiwilligkeit ein charakteristisches Merkmal darstellt.

Die Rechtsprechung sowie ein Teil der Literatur, welche die Notwendigkeit einer Vermögensverfügung in der räuberischen Erpressung ablehnen (siehe Frage 1), grenzen nach dem äußeren Erscheinungsbild ab und bejahen eine Vermögensverfügung somit, wenn es aus Sicht eines äußeren Betrachters eine Übergabe stattfindet. Nach anderer Ansicht, bei der eine Vermögensverfügung im Rahmen des §§ 253, 255 StGB gefordert wird, hängt diese Abgrenzung von der inneren Willensrichtung des Opfers ab. Hält das Opfer seine Mitwirkung an der Gewahrsamsübertragung somit für notwendig, ist eine Vermögensverfügung auch dieser Ansicht nach zu bejahen.

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