Antworten auf die Quizfragen zum Beitrag von Becker/Zopfs

 

 

Antwort auf Frage 3

Die unterschiedlichen Begriffe Totschläger und Mörder sprechen für die Eigenständigkeit. Auch steht § 211 vor § 212 StGB, ansonsten kommt die Qualifikation immer erst nach dem Grunddelikt. Die unterschiedliche Bezeichnung ist allerdings ein Relikt der überholten Tätertypenlehre. Zudem ist das Unrecht des § 212 StGB in § 211 StGB enthalten und wird durch die Verwirklichung von Mordmerkmalen nur quantitativ gesteigert. § 212 Abs. 2 StGB steht einem zur Eigenständigkeit führenden, qualitativen Unrechtsunterschied entgegen. Die natürliche Betrachtungsweise spricht für ein Stufenverhältnis und damit eine Qualifikation. Die Unrechtskonsumtion führt aber nicht zwingend zu einer Qualifikation, wie §§ 242, 249 StGB zeigen. Dort werden allerdings neue Rechtsgüter betroffen. Bei §§ 211, 212 StGB ist dies nicht der Fall, hier liegt „nur“ eine Unrechtssteigerung in Bezug auf das gleiche Rechtsgut vor.

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